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Qualitätskontrollen: Arbeitsforscher warnen

Arbeitsforscher warnen

Eine Entwicklung, wie die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, ist, dass Beschäftigte mit hohem Routineanteil seltener Weiterbildungsmaßnahmen nutzen als solche mit geringerem Anteil. Dies kann besonders bei Aufgaben, die leicht zu automatisieren, sind kritisch sein.

T3N schreibt dazu: ” […] Es scheint somit vor allem um Menschen zu gehen, die sich wohlfühlen, lediglich Routineaufgaben zu erledigen. […]”  im Artikel “Paradox – durch Maschinen ersetzbare Mitarbeiter bilden sich seltener weiter”.

Ein anderer Faktor kann aber auch das betriebliche Weiterbildungsangebot sein. Gerade in der Produktion soll alles so effizient wie möglich sein, ein Vorgesetzter wird sich dann genau überlegen, wo eine Schulung für Beschäftigte und Unternehmen am vielversprechendsten sind. Denn der Produktionsstandort Deutschland ist meistens sowieso schon mit hohen Personalkosten verbunden.

Menschen sind subjektiv

Egal ob bei Stichproben oder 100%-Prüfungen der Faktor Mensch ist nicht immer ein objektiver. Bei einer erfolgreichen Qualitätssicherung kommt es auf einen geregelten Prozess an, der am besten eine gleichbleibende Prüfqualität der einzelnen Qualitätskontrollen beinhaltet.

Ein häufiges Problem bei der visuellen Prüfung ist die Routine. Wenn ein Mensch sich über einen längeren Zeitraum immer wieder das gleiche Objekt anschaut, ist es wahrscheinlich, dass er ermüdet er oder es ihm langweilig wird. Tut er dies mehrmals die Woche, baut er zwar eine gewisse Expertise auf, kann aber auch gegenüber gewissen Fehlerbildern desensibilisiert werden. So kann es sein, dass Fehler übersehen werden und die Produkte an den Kunden ausgeliefert werden, die dann reklamiert werden.

“Nach einer halben Stunden siehst du Dinge, die gar nicht da sind.”

Ein anderes Thema sind Fehler, die gar nicht da sind. Wenn man stark monotone Aufgaben verrichtet, kann es auch passieren, dass einem die Augen einen Streich spielen. Ist dort nun ein Kratzer oder nicht? Je mehr man sich dann versucht zu konzentrieren, desto anstrengender wird es und mehr Dinge können schief gehen. Ebenso kann es sein, dass man mit dem falschen Fuß aufgestanden ist und Dinge pessimistischer bewertet, als sie eigentlich sind.

Im Rahmen der Digitalisierung und Bestrebungen der Industrie 4.0 ist es daher ein Umdenken gegenüber Automatisierungslösungen gefordert. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder Aufgaben automatisiert und neue Aufgaben geschaffen. Wir glauben daran, dass moderne Methoden wie maschinelle Bildverarbeitung Potential bieten, um Menschen neue Aufgaben und mehr Zeit (z.B. für die Bearbeitung von kritischen Fällen) zu geben. Der Mensch kann so Hand-in-Hand mit dem System arbeiten und so z.B. Umwelt und Ressourcen schonen.

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